Klima

Land gegen Stadt?

Das Land verdient das Geld für die Stadt bereits seit dem Mittelalter. Die Klimapolitik kann genutzt werden, um das Verhältnis von Land zu Stadt gerechter zu machen.

Parkplätze für das Land

Auf lange Frist muss der Verkehr umgestellt werden. Ziel ist es, den Verkehr effizienter zu machen. Grosse, schwere Autos mit hoher Schadstoffbelastungen müssen durch kleinere, leichtere Verkehrsmittel ersetzt werden. Ein Mittel hierzu ist die Parkplatzbewirtschaftung. Mit der Digitalisierung besteht die Möglichkeit, die Parkplatzbeanspruchung nach Köpfen und Wohnort zu regeln. Wie bei der Abfallsorgung, erhält man pro Kopf ein Kontingent an Parkzeit und Parkfläche, welches gar keine oder nur eine geringe Gebühr kostet. Ein Teil der Parkfläche wird für die Landbewohner reserviert, so dass diese leichter einen Parkplatz finden können. Stadtbewohner dagegen haben eher die Möglichkeit mit dem Velo zu fahren oder öffentliche Verkehrsmittel zu nehmen.

Umweltbelastungen

CO2 und weitere unerwünschten Stoffe können über Preise, Verbote oder andere Massnahmen gesteuert werden. Der Verkehr trägt mit 30% am meisten zum CO2-Ausstoss bei.

Die Kosten der Klimawende müssen sozial so verteilt werden, dass sich die Einkommensschere verringert. Konkret muss die Stadtbevölkerung im Vergleich zur Landbevölkerung wesentlich stärker belastet werden.

Velo

In Kopenhagen wurde durch die konsequente Förderung des Fahrradverkehrs der Anteil des Velos am Verkehrsaufkommen auf mehr als die Hälfte erhöht. Mit E-Bikes ist dies auch mit dem Zürcher Geländeprofil möglich.

Hier Ideen aus Dänemark

Auto

Der CO2-Ausstoss des Autoverkehrs ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen.

In Norwegen sind 50% der Neuwagen E-Autos. Norwegen verfügt wie die Schweiz über einen sehr hohen Anteil an Wasserkraft bei der Stromerzeugung und hat ebenfalls keine eigene Autoindustrie.

Auch hier kann man Norwegen als Vorbild nehmen.

Wohnen und Arbeiten muss näher zusammenrücken. Im Moment fahren viele Arbeitnehmer vom Land in die Stadt zur Arbeit oder Freizeitgestaltung. Mit einer Förderung von Arbeitsplätzen, Freizeitangeboten, etc. in kleineren Zentren ausserhalb der Stadt Zürich kann dieser Verkehr reduziert werden.

Die Umweltbelastung eines Autos ergibt sich aus Herstellung, Schadstoffausstoss, Gewicht, Raumbedarf und Nutzung. Ein Auto benötigt beispielsweise über 100 Quadratmeter Fläche, während ein Fahrrad ca. 10 qm und ein Fussgänger nur 3 qm benötigt.

Flugverkehr

In der Schweiz werden jährlich 50 Mio Fluggäste registriert. Die Schweiz trägt mit 50 Mio Tonnen* zur CO2-Belastung bei.

*die Zahlen werden immer ohne Flugverkehr angegeben?

Mit einer Luftverkehrsabgabe in Höhe von 20 EUR pro Passagier liessen sich sämtliche CO2-Schäden der Schweiz eliminieren. Dies funktioniert allerdings nur mit einer Kompensation im Ausland und unter der Voraussetzung, dass seriöse Organisationen für die Kompensation gerade stehen. Da alle Länder CO2-neutral werden müssen, ist die Rechnung mit Schweizer Preisniveau unzutreffend.

Wäre eine kantonale Abgabe für den Flughafen Zürich möglich, könnte der Kantonsrat Zürich eine Vorreiterrolle einnehmen und beispielsweise 5 EUR pro Passagier verlangen. Dies ergäbe 150 Mio EUR pro Jahr.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) in Bern verlangt für Flüge bereits etliche Gebühren in Abhängigkeit von Grösse, Lärmbelastung, Flugzeiten, Standzeiten, Anzahl Passagiere usw. Es gibt sogar bereits eine Gebühr für Stickoxide. Sofern Nationalrat oder Bundesrat hier etwas ändern wollten, wäre dies eine Sache von wenigen Stunden Arbeit.

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